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Obamas Nachbarn drücken Daumen
In Chicagos Viertel Hyde Park ist alles noch wie 2008. Die Studenten von der nahen Universität schlendern durch die Straßen, das beliebte Café Medici’s verkauft immer noch die T-Shirts mit der Aufschrift: “Obama eats here”. Im Hyde Park Hair Salon ist man immer noch stolz, dass der Präsident sich hier einst die Haare schneiden ließ, auch wenn sein letzter Besuch lange zurück liegt.
Natürlich hoffen die Menschen im liberalen Intellektuellen-Milieu von Hyde Park, das eines der erstenViertel in Chicago war, wo Schwarze und Weiße gemischt beisammen wohnen, dass ihr berühmter Nachbar wieder gewählt wird. Janice Brewster geht auf dem Heimweg auf der anderen Straßenseite oft an der Hecke vorbei, hinter der das Haus der Obamas steht. Sie schiebt einen Einkaufstrolley, auf dem Kopf trägt sie eine braune Mütze mit Obama-Logo. Sie hat die Mütze auch noch in rot und schwarz.
Natürlich geht sie am Dienstag wählen! Sie wird eine Obstkiste als Hocker mitnehmen, falls sie vor dem Wahllokal warten muss. „Er ist ein guter Präsident“, sagt die 57-Jährige. Dann reißt sie die Augen auf wie ein schwärmerischer Teenager. „Und er ist ein gut aussehender Präsident!“ Leider hat sie Obama noch nie auf der Straße getroffen, sagt die schwarze Jazzpianistin betrübt. „Ich habe ihn leider immer verpasst.“ Weiterlesen…
Auf die Eckkneipe ist Verlass
Es ist ja eigentlich ganz gemütlich, einen Tag lang zu Hause zu sitzen, Tee zu trinken, und zum ersten Mal in diesem Herbst vor dem Kamin zu sitzen. Auf jeden Fall sehr viel angenehmer, als bei heftigem Dauerregen und Windböen, die 80 Stundenkilometer erreichen, den Hund spazieren zu führen. Das ist leider drei Mal am Tag nötig – der Hund mag es auch nicht.
Aber wenn man stundenlang nur den Regen platschen hört und im Fernsehen das Wasser an die Küsten schwappen sieht, bekommt man einen Lagerkoller. Was tun?
Glück gehabt, die Eckkneipe hält durch. Am Straßenrand sind die Autos wild geparkt, jemand hat sich sogar auf den Zebrastreifen gestellt. Die Stadt Washington ahndet keine Parksünden, solange der Hurrikan tobt. Weiterlesen…
Cooking up a storm
Selten so gut gegessen, werden viele sagen, die sich während Hurrikan Sandy zu Hause verbarrikadiert haben. Denn die Wasserkanister, Nüsse und Müsli-Riegel, die viele Amerikaner in den Tagen vor dem Sturm wie Hamster gehortet haben, sind ja nur für den äußersten Notfall da. Als Erstes wollten die frischen Zutaten verbraucht werden – und so brach in vielen Küchen des Landes am Wochenende eine echte Koch- und Backwut aus, die sich am Montag noch zu steigern schien. Denn was soll man schon anderes tun, während draußen der Regen an die Scheiben peitscht?
















